Datum:
13. Dezember 2023
Kategorie:
Branchennews, Nachhaltigkeit, Produkte,
Die EU-Kommission schlägt einen planbaren und realistischen Weg zu schadstofffreien Fahrzeugen vor, um die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger, sowie die Umwelt zu schützen. Gleichzeitig soll Europas Automobilindustrie wettbewerbsfähig bleiben.
Ziel ist es, den Ausstoß von Stickoxiden (NOX) bei Bussen und Lkw um 56 Prozent zu drücken. Beim Feinstaub (aus dem Auspuff, nicht von Bremsen oder Reifen) sollen es 39 Prozent weniger sein. EU-Staaten und Europaparlament müssen noch über das Vorhaben verhandeln und sich auf eine gemeinsame Linie verständigen. Es ist derzeit vorgesehen, dass die Regeln für Pkw 2025, beziehungsweise für Lkw und Busse 2027 in Kraft treten sollen.
Strengere Grenzwerte
In der Verordnung wird geregelt, wie viel Milligramm NOX, wie viele Distickstoffoxid (N2O) und wie viele Partikel in welcher Größe ein Bus oder Lkw im kalten und warmen Zustand pro gefahrene Kilometer ausstoßen darf. Die Unterscheidung zwischen warm und kalt ist neu. Diese Werte müssen schwere Lkw für 700.000 Kilometer oder 15 Jahre einhalten – je nachdem, was zuerst eintritt.
Was sagt die EU?
„Wir können keine Gesellschaft akzeptieren, in der die Belastung durch Luftverschmutzung allein in den 27 Mitgliedsstaaten der EU jährlich für mehr als 300.000 vorzeitige Todesfälle verantwortlich ist“, sagte die für die Wettbewerbspolitik zuständige Exekutiv-Vizepräsidentin Margrethe Vestager bei der Vorstellung des Vorschlags. „Die neuen Vorschriften werden uns helfen, sauberere Luft zu atmen und den Sektor grüner und widerstandsfähiger zu machen. Wir müssen an dem Ziel des europäischen Green Deal (wir berichteten bereits über den Green Deal der EU; Überarbeitung der CLP-Verordnung – BOXLAB Services GmbH) festhalten und weltweit Maßstäbe setzen.“ Der Straßenverkehr ist die größte Quelle der Luftverschmutzung in den Städten.
Wer hat Recht?
Die geplante Einführung der Abgasnorm Euro 7 spaltet aber europaweit die Gemüter. Wirtschaftsvertreter der Industrienationen fürchten akute Mehrkosten für Hersteller und Verbraucher.
Während Grünen-Umweltministerin Steffi Lemke schnellstmöglich die neue Regelung auf den Weg bringen möchte, stemmen sich die Auto-Lobby und auch FDP-Verkehrsminister Volker Wissing dagegen. Hauptgrund sind die zu erwartenden Kosten für Industrie und Wirtschaft.
Die Industrie beziffert die Kosten pro Lkw auf 12.000€, die EU-Kommission auf 2.800€. Eine unabhängige Studie der ICCT (International Council on Clean Transportation; Neue Studie: Kosten der „Euro 7“-Vorschriften für Lkw werden deutlich überschätzt – EURACTIV.de), die vor allem durch die Aufdeckung des Abgasskandals „Dieselgate“ bekannt wurde, kam zu dem Ergebnis, dass sich die Kosten auf ungefähr 2.400€ belaufen werden.
„Um Euro 7 zu erfüllen, müssen die Lkw-Hersteller erhebliche technische und finanzielle Ressourcen von Batterie- und Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugen zurück zum Verbrennungsmotor verlagern“, sagt Martin Lundstedt, CEO der Volvo Group. „Dies wird unseren Übergang zu emissionsfreien Fahrzeugen stark beeinträchtigen. Das ist nicht gut für das Klima, nicht gut für die Gesundheit der Menschen und nicht gut für die Industrie.“
Ja bitte!
Wie die neue Kennzeichnung für Lkws aussehen wird, ist noch nicht bekannt. Da jedoch die Kennzeichnungen der letzten 6 Euro Normen nahezu gleich war, nehmen wir an, dass es wieder ein rundes Etikett mit der Zahl „7“ in römischen Buchstaben auf grünem Grund sein wird.
Sobald die neue Kennzeichnung feststeht, werden wir sie natürlich in unserem Shop anbieten.
Die nötigen Produkte finden Sie in unserem Online-Shop!
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